Peritonealdialyse (PD)

Die PD findet im Körperinneren statt ohne dass man mit Blut in Kontakt kommt. In Ihren Bauchraum fliesst per Infusion eine sterile Dialyseflüssigkeit und verbleibt dort für einen gewissen Zeitraum, in der Regel zwischen 4 und 12 Stunden. Anschließend wird die Dialyseflüssigkeit abgelassen, wodurch die Abfallprodukte und das überschüssige Wasser aus Ihrem Körper ausgeschwemmt werden. Dieses Verfahren wird entweder jeden Tag 3–5 Mal wiederholt (kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse, CAPD) oder es wird über Nacht mit Hilfe eines Gerätes (automatisierte Peritonealdialyse, APD) durchgeführt.

So funktioniert die CAPD

Peritonealdialyse (PD)

Durch einen speziellen Schlauch, einem sogenannten PD-Katheter, werden etwa 2 Liter Dialyseflüssigkeit in Ihren Bauchraum infundiert. Dieser Vorgang wird als „Infusion“ bezeichnet. Das Bauchfell (Peritonealmembran) in Ihrem Bauch dient bei diesem Reinigungsvorgang als natürlicher Filter. Abfallprodukte und überschüssiges Wasser in Ihrem Körper werden über die Peritonealmembran an die Dialyseflüssigkeit abgegeben. Dieser Vorgang wird als „Verweilzeit“ bezeichnet. Nach 4–12 Stunden wird diese Flüssigkeit aus Ihrem Bauchraum wieder abgelassen. Der Vorgang wird als „Auslauf“ bezeichnet und dauert etwa 20–30 Minuten. Anschließend fliesst frische sterile Flüssigkeit in Ihren Bauchraum und der Vorgang beginnt wieder von vorn. Das Ablassen der alten und das Einbringen der frischen Flüssigkeit wird als „Austausch“ bezeichnet und erfolgt hauptsächlich mit Hilfe der Schwerkraft. Abgesehen von der Zeit, die Sie mit diesen Austauschvorgängen verbringen – durchschnittlich 30–40 Minuten und 3–5 Mal pro Tag – können Sie in der restlichen Zeit des Tages andere Dinge tun (z. B. Arbeiten, Studieren oder Reisen.

Einführen des Katheters

Einführen des Katheters Die Peritonealdialyse erfordert einen Zugang zum Bauchraum. Solch ein Zugang wird mittels eines PD-Katheters hergestellt. Bei dem PD-Katheter handelt es sich um einen dünnen Plastikschlauch, der etwa den Durchmesser eines Bleistifts hat. Der Schlauch wird gewöhnlich durch Ihre Bauchwand in Ihre Bauchhöhle eingeführt. Der PD-Katheter wird in der Regel von einem Chirurgen oder einem Nephrologen unter örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose eingesetzt. Der Katheter ist permanent mit Ihrem Körperinneren verbunden. Lediglich ein kleiner Teil des Katheters ragt durch die Haut heraus und dient der Verbindung mit dem Transferset und den PD-Beuteln während des Austauschs. Die PD-Katheter für die CAPD und die APD sind dieselben. Zwischen dem Einsetzen des Katheters und dem Beginn der PD sollten möglichst 2 Wochen liegen.

Es ist sehr wichtig, den Katheter und den Bereich rund um den Katheter sauber zu halten. Man wird Sie hinsichtlich Reinigung und Vermeidung von Infektionen schulen.

Kann ich ein ganz normales Leben führen?

Als PD-Patient können Sie immer noch die meisten Dinge unternehmen, die Sie auch vor Beginn dieser Behandlung gemacht haben. Zudem wird Ihre noch vorhandene Nierenfunktion längere Zeit erhalten und ermöglicht Ihnen so eine Ernährungsweise mit weniger Einschränkungen. Möglicherweise müssen Sie Ihre Trinkmenge, aber auch die mit dem Essen aufgenommene Salzmenge begrenzen. Im Rahmen ihrer Behandlung werden Sie Gelegenheit haben, diese Fragen mit einem Ernährungsberater zu besprechen.