Andere Personen informieren

Als Dialysepatient sind Sie im Begriff, in eine neue und ganz andere Phase Ihres Lebens einzutreten. Das kann sehr anstrengend sein. Mitunter können Sie sogar Wut verspüren und verärgert über Ihre Behandlung sein. In dieser Phase ist es wichtig, dass Sie das nicht für sich behalten, denn die Veränderungen, mit denen Sie konfrontiert sein werden, werden auch all jene betreffen, die Ihnen nahestehen.

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Eine andere Person informieren

Die Ärzte und Pflegekräfte Ihrer Klinik sind stets da, um Ihnen zu helfen. Stellen Sie Fragen und sprechen Sie mit ihnen über Ihre Gefühle und Probleme. Teilen Sie Ihre Bedenken mit. Manchmal werden die Dinge durch eine kleine Information an den rechten Platz gerückt und Sie beginnen möglicherweise, Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Oftmals können auch andere Dialysepatienten helfen, da sie über Erfahrungen aus erster Hand darüber verfügen, was Sie gerade durchmachen. Verbergen Sie Ihre Gefühle nicht. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es rund um Sie herum viele Menschen gibt, die bereit sind, Ihre Probleme und Ihre Bedenken zu teilen und Sie zu unterstützen. Indem Sie diese Menschen teilhaben lassen, schaffen Sie sich den notwendigen Raum zum Atmen.
                                                     

Gehen Sie offen mit Ihrer Situation um

Versuchen Sie nicht zu verheimlichen, dass Sie ein Dialysepatient sind. Informieren Sie die Menschen in Ihrer Umgebung, was das für Sie und Ihre Beziehung zu ihnen bedeutet. Sie dürfen nicht vergessen, dass nicht nur Sie als Patient die Auswirkungen der chronischen Nierenkrankheit spüren. Es gibt auch Menschen um Sie herum, Ihre Familie, Verwandten, Freunde und Kollegen, die sich Sorgen um Sie machen und darüber, wie das ihre Zukunft beeinflussen wird. Als Dialysepatient haben Sie vielleicht manchmal den Eindruck, dass Menschen, auch wenn sie Ihnen sehr nahe stehen, Schwierigkeiten haben, über diese Situation zu sprechen. Das kann ziemlich quälend sein. Geben Sie aber nicht auf. Haben Sie Geduld und ermutigen Sie Ihre Familie, sich zusammen mit Ihnen zu informieren. Je mehr Kenntnis sie über die Krankheit und deren Behandlung erhalten, desto einfacher wird es für sie sein, ein offenes Gespräch mit Ihnen zu führen. Jeder wird davon profitieren.

Ihre Familie ist eine wertvolle Hilfe

Die Notwendigkeit einer Dialyse wird bedeutende Auswirkungen auf Ihr Familienleben haben. Unterstützung und Verständnis von Menschen, die Ihnen nahestehen, können es Ihnen leichter machen, die Dialyse zu bewältigen. Binden Sie Ihre Familie in Ihre Behandlung mit ein. Ermutigen Sie sie, sich zu so gut wie möglich über die chronische Nierenkrankheit und deren Konsequenzen zu informieren. Kenntnis, Verständnis und gegenseitige Ermutigung sind dabei sehr wichtig.

Führen Sie Ihr Arbeitsleben fort

Falls Sie in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber und versuchen Sie gemeinsam, eine für beide Seiten zufrieden stellende Lösung zu finden. In den meisten Fällen können Sie wahrscheinlich wie gewohnt weiterarbeiten. Stellen Sie sicher, Ihren Arbeitgeber in geeigneter und erforderlicher Weise zu informieren. Falls Sie eine körperlich anspruchsvolle Arbeit haben, können Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber auf Teilzeitarbeit oder einen Wechsel zu einer weniger anstrengenden Aufgabe einigen. Versuchen Sie nie, den Helden zu spielen, sondern üben Sie Ihre Arbeit im Rahmen Ihrer eigenen Möglichkeiten aus. Falls Sie zur Schule gehen, können mit geringen Schwierigkeiten Veränderungen vorgenommen werden, um Ihnen die Situation angenehmer zu machen. Bitte fragen Sie auch das medizinische Team um Hilfe. Das Team kann Ihnen eventuell helfen, verschiedene Optionen zu prüfen.